Trauma-Institut-Leipzig
Institutstag 2018

Teil 1 für Absolventen / Mitglieder des TIL - Geschlossene Veranstaltung

TIL-Tag 2018 am 26.05.2018 (intern)

Dipl.-Psych. Wiebke Bruns
Traumafolgestörung: "Wenn der Stress durch das Gehirn zieht"

Abstract:
Erhöhte Spannungszustände in Gehirn und Körper können eine Folge von traumatischem Erleben sein. Oftmals kommt es bei den Betroffenen zu spezifischen Reaktionen, die von der alltäglichen Umwelt als irritierend, merkwürdig oder übertrieben angesehen werden. Gehirnphysiologisch machen die Abwehrreaktionen durchaus Sinn und sollen im Vortrag diskutiert werden.
Anhand eines Fallbeispiels werden Hintergründe und Zusammenhänge über die Auswirkungen von Traumastress im Gehirn bzw. auf physiologischer Ebene diskutiert.
Dabei werden körpertherapeutische, imaginative und szenische Arbeitstechniken vorgestellt, die sich im beschriebenen Entwicklungsprozess des Patienten bewährten.

Eine wichtige Grundlage bilden Settings aus dem SPIM-30, auf die im Fallbeispiel direkt hingewiesen wird.

Literatur:
Hochauf, R. (2007): Frühes Trauma und Strukturdefizit. Kröning: Asanger Verlag.
Roth, G., Strüber N (2016): Wie das Gehirn die Seele macht. Stuttgart: Klett-Cotta.
Vogt, R. (2013): SPIM 30 – Behandlungsmodell dissoziativer Psychotraumastörungen.
Kröning: Asanger Verlag.
Vogt, R. (2007): Psychotrauma, State, Setting. Gießen: Psychosozial-Verlag.

Vita:
Psychologische Psychotherapeutin, Studium für Klinische Psychologie in Potsdam und Leipzig (DP), Ausbildungen in Tiefen¬psycho¬logisch-fundierter und analytischer Psychotherapie an der KBAP, Fortbildung zur Trauma¬psycho¬thera¬peutin am Traumainstitut Leipzig, Psychotherapeutin in Praxis mit eigener Niederlassung für Erwachsene (Gruppen- und Einzelsetting) in Altenburg. Körperausbildung Therapie, Gymnastik und Bewegung in Stuttgart. SAFE-Ausbildung in München.


Dipl.-Psych. Amrei Kluge
"Panik vor den bösen Fremden als Folge einer transgenerativen Weitergabe von Traumata in der eigenen Familie – ein Fallbeispiel"

Abstract:
Traumatische Erfahrungen, die von der elterlichen oder großelterlichen Generation nicht verarbeitet und integriert wurden, können unbewusst auf die nächste Generation wirken und Symptome auslösen, die zunächst nicht verstanden werden. Oft leiden die Betroffenen unter unerklärlichen Zuständen, Stimmungen und Symptomen, die ihr Leben beeinträchtigen und aus der aktuellen Lebenssituation und der eigenen Geschichte nur bedingt und unzureichend erklärbar sind. Negative Introjekte, Übertragungen und unbewusste Erfahrungen der Vergangenheit behindern das eigene Leben, wenn sie nicht bewusst werden. Dazu bedarf es oft vielfältiger therapeutischer Methoden, um die Symptome für die Betroffenen verstehbar zu machen und das Erlebte verarbeiten zu können, oft auch stellvertretend für die vorherigen Generationen. Dies soll an einem Fallbeispiel verdeutlicht werden.

Literatur:
Vogt, R. (2013). SPIM-30, Behandlungsmodell dissoziativer Psychotraumastörungen. Kröning: Asanger.
Marianne Rauwald (Hrsg., 2013). Vererbte Wunden: Transgenerationale Weitergabe von traumatischen Erfahrungen. Weinheim, Basel: Beltz.

Vita:
Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis seit 2014, Tiefenpsychologin (Erwachsene; Kinder i. A.), Traumapsychotherapeutin (SPIM-30-KT), 10jährige Tätigkeit in der Sozialpädiatrie. Weiterbildungen in Psychodrama, Katathymen Bilderleben, Körperpsychotherapie, Eltern-Kind-Therapie


Heike Crostewitz
"Basale Elemente bei der Traumaarbeit"

Abstract:
In der Traumabehandlung ist die Stabilisierung und der Ressourcenaufbau einer der wichtigsten Bestandteile. Menschen mit Traumafolgestörungen sollen lernen und üben ihren Alltag für sich zu strukturieren und gut für sich selbst zu sorgen. Doch wurde schon ab dem frühkindlichen Stadium wenig oder gar keine Fürsorge, Sicherheit, Geborgenheit, Ruhe, etc. erlebt, erschwert dies den Prozess. Auch Täterintrojekte stören und unterbrechen den Aufbau der Selbstfürsorge. Basale Elemente in der Therapie können somit beim Aufbau von Ressourcen und eigener Selbstfürsorge die Behandlung positiv unterstützen. Mit Hilfe körperorientierter, szenischer KSHP-Methodik und dem Einsatz kreativer Materialien werden fundamentale Bausteine zur Internalisierung ausgearbeitet (vgl. Vogt, 2013). Anhand von Fallvignetten aus der Traumabehandlung werden im Vortrag einige basale Elemente aufgezeigt und veranschaulicht.

Vita:
Heike Crostewitz, geb. 1985, Ergotherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie i. A., Traumafachberaterin/ Traumapsychotherapeutin in i. A.. Sie ist spezialisiert auf die ergotherapeutische Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, insbesondere Menschen mit dissoziativen Traumafolgestörungen. Sie arbeitete viele Jahre als stellvertretende Abteilungsleiterin in renommierten Rehabilitationskliniken für Psychotherapie und Psychosomatik. Aktuell bietet Sie im Psychotraumazentrum Leipzig e. V. Traumafachberatungen an und bereitet sich vor eine Praxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz zu eröffnen.

Datum:

26.05.2018

Teilnehmer:

Psychotherapeuten aller Schulen, therapeutische Berufe vom Arzt bis Sozialarbeiter

Kosten:

Teil I (Vormittag)
Geschlossene Veranstaltung
- für TIL-Absolventen/Mitglieder
kostenfrei

WIR BITTEN UM UNBEDINGTE VORHERIGE ANMELDUNG!

Hinweis:

Veranstaltungsort: Leipziger Akademie

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Info's zum Dozenten
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(Dozent: TIL-Tag 2018 am 26.05.2018 (intern))

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