PH.D. Ellert Nijenhuis (Assen - Niederlande)
Dieses Fortgeschrittenseminar konzentriert sich auf die Vermittlung des Behandlungsmodells der strukturellen Dissoziationen, wobei Problemfokussierungen und beziehungsorientierte Interventionen im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören sowohl Methoden zur Stabilisation und Symptomreduktion – als auch zur Integration von traumatischen Erinnerungen. Die Psychopathologie der Traumaüberlebenden wird in Kategorien von Phobien für mentale Handlungen und Inhalte, Bindungsvermeidung sowie von Phobien für dissoziative Persönlichkeitsanteile und traumatische Erinnerungen abgehandelt. Die Teilnehmer lernen wie sie Traumaüberlebenden bei der schrittweisen Überwindung dieser Vermeidungshaltungen helfen können, sodass neue mentale und verhaltensseitige Handlungen entwickelt werden können. Die Erhöhung der mentalen Effizienz und Energie ist das Hauptanliegen des Behandlungsansatzes.
Wenn die Prinzipien dieser differenzierten Therapiekonzeption fruchten, können Klinikaufenthalte häufig vermieden werden und Traumaüberlebende (Patienten) kann der Zugang zu tiefer gehenden Beziehungsaufnahmen und traumatischen Erinnerungen eröffnet werden.
Literatur:
Van der Hart, O.; Nijenhuis, E.; Steele, K. (2006 engl., 2008 dt.): Das verfolgte Selbst. Strukturelle Dissoziation und die Behandlung chronischer Traumatisierung. Paderborn: Junfermann
Nijenhuis, E. (2006): Somatoforme Dissoziation. Paderborn: Junfermann
Datum:
29.10.2010 bis 30.10.2010
1. Tag: ganztags
2. Tag: ganztags
Teilnehmer:
Psychotherapeuten aller Schulen, therapeutische Berufe vom Arzt bis Sozialarbeiter
Kosten:
240,00 € (Anmeldung u. Überweisung bis max. 29.07.2010)
280,00 € (bis Anmelde- u. Überweisungsschluss 15.10.2010)
Hinweis:
Fortbildungspunkte: Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer OPK
zurück