Ph.D. Jennifer J. Freyd (USA, Oregon)
Die Mainstream Diagnostik und Behandlung von Traumata hat sich besonders auf die psychischen Reaktionen auf Angst auslösende Aspekte von Traumata konzentriert
(wie z.B. schreckliche Unfälle, Krieg und gewaltsame Vergewaltigung). Doch die Forschung weist darauf hin, dass der Verrat mindestens ebenso wichtig ist, will man die Reaktionen auf zwischenmenschliche Grausamkeiten und schwere Beziehungsbrüche prognostizieren.
Traumata durch Verrat (wie z. B. emotionaler oder sexuelle Missbrauch, Vergewaltigung in der Ehe oder die Misshandlung von Bürgern durch die Regierung) sind Ereignisse und Ereignis-Muster, die einen profunden sozialen Verrat beinhalten.
Die Theorie des Verrat-Traumas ist der Ansatz Traumata so zu beschreiben, dass auf die Wichtigkeit sozialer Beziehungen verwiesen wird, um Posttraumatische Folgen, wie z. B. eingeschränktes Erinnerungsvermögen, verstehen zu können.
Die Theorie des Verrat-Traumas betont die Wichtigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen in Bezug auf das Leid, das durch Traumata ausgelöst wird, sowie in Bezug auf das Potential zur Heilung.
In diesem Workshop wird Professor Freyd einen Überblick über die Forschung zum Verrat-Trauma geben, die auch Ergebnisse zu den Auswirkungen, die die Opfer-Täter Beziehung auf das Erinnerungsvermögen, die Dissoziation und physische sowie psychische Gesundheit hat, beinhalten.
Sie wird außerdem die Kontroverse, die es zum Erinnern von Trauma gibt, diskutieren und sie wird in diesem Zuge auch Forschungen vorstellen, die einige überraschende geschlechtliche und kulturelle Unterschiede ergeben haben, inwieweit wir Verrat-Trauma ausgesetzt sind und auch bezüglich unseres Willens Missbrauchs-Berichten zu glauben.
Schließlich wird sie einige Implikationen dieser Forschung für die persönliche und die gesellschaftliche Heilung aufzeigen.
Datum:
13.03.2011 bis 14.03.2011
1. Tag, Sonntag: ca. 14.00 - 17.30 Uhr
2. Tag, Montag: ca. 9.30 - 13.00 Uhr
Teilnehmer:
Psychotherapeuten aller Schulen, therapeutische Berufe vom Arzt bis Sozialarbeiter
Kosten:
170,00 € (Anmeldung u. Überweisung bis max. 13.12.2010)
200,00 € (bis Anmelde- u. Überweisungsschluss 27.02.2011)
Hinweis:
Fortbildungspunkte sind bei der OPK beantragt.
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